Editionen

op.31-1 op.31-1A


Neuausgabe der Klaviersonaten Ludwig van Beethovens, nach den Quellen herausgegeben von Johannes Fischer. Jede Ausgabe enthält einen Kommentar, Revisionsbericht und Faksimiles aus Beethovens Skizzzenbüchern und Erstausgaben. Die neue Aufteilung des Notentextes dient der besseren Lesbarkeit und der visuellen Hervorhebung kompositorischer Vorgänge. Eindringlich ist dies am Druck der Coda des 1. Satzes aus op. 31/1 zu erkennen, die in bisherigen Ausgaben sehr zusammengedrängt gedruckt wurde, wodurch sich dem Studierenden unbewusst der Gedanke an Flüchtigkeit im musikalischen Geschehen vermittelt.




op.31-2 op.49




Von der vielfach praktizierten "Angleichung" scheinbar identischer Abläufe wird Abstand genommen. Hierfür zwei Beispiele aus op.31,2, "Sturmsonate". Sicher hatte Beethoven mit der unterschiedlichen Akkord-Aufteilung der Takte 55-57 und der Takte 85-187 im 1. Satz, und seiner differenzierten Artikulation gleicher Figuren im letzten Satz eine individuelle und höchst freie Interpretation im Sinn (seine eigene!) und will sie auf diese Weise weiter geben.

Fingersätze sind häufig dem individuellen Musikverständnis unterworfen. Die Fingersätze des Herausgebers sind als Anregung zu verstehen. Beethovens Fingersätze sind im vorliegenden Druck kursiv wiedergegeben. Es empfiehlt sich stets, eigene Fingersätze zu entwickeln.